Wir pflegen seit vielen Jahren rund 25 Hektar Feucht- und Nasswiesen extensiv, vor allem in den FFH-Schutzgebieten Kölpinsee, Poratzer Moränenlandschaft und Labüskeseewiesen.
Auf diesen Flächen wachsen zahlreiche seltene und bedrohte Pflanzenarten. Zusätzlich führen wir verschiedene Entwicklungsmaßnahmen durch. Dazu gehören die Ausbringung von Mähgut von artenreichen auf botanisch verbesserungswürdige Flächen, das Zurückschneiden angrenzender Moorwälder sowie die Ausbringung von Samen gefährdeter Arten zum Beispiel im Rahmen unseres Händelwurzprojektes auf den Engelsburger Wiesen und der Labüskemoorwiese.
Trotz günstiger natürlicher Bedingungen, geringem Nährstoffgehalt und eines natürlichen Wasserstandes kann es mehrere Jahrzehnte dauern, bis sich Erfolge zeigen. Dafür bedarf es jahrelanger Ausdauer und grenzenlosem Optimismus. Seit Mitte der 70er Jahre wird diese Wiese von Ehrenamtlichen betreut.
Für die Arterhaltung des Breitblättrigen Knabenkrautes hat das Land Brandenburg eine besondere Verantwortung. Die bedeutendsten Vorkommen befinden sich zwischen Havel und Uckerseen. Die Bewirtschaftung dieser Feuchtwiesen ist mit herkömmlicher Landtechnik kaum möglich, da schwere Maschinen auf den nassen Böden einsinken. Daher richten wir derzeit einen Technikstützpunkt für die nachhaltige Pflege der artenreichen Feucht- und Moorwiesen ein.
So haben wir 2025 moderne, bodenschonende Spezialtechnik im Wert von über 107.000 Euro angeschafft. Dazu zählen unter anderem ein Sternradschwader, der kleiner und leichter als konventionelle Maschinen ist, sowie ein Doppelmesser-Mähwerk, das durch gegenläufige Messer einen sauberen Schnitt ermöglicht und besonders leicht ist. Diese Kombination sorgt für eine hohe Flächenleistung bei geringem Kraftstoffverbrauch und wenigen Fahrspuren.
Für die Beschaffung haben wir finanzielle Teilunterstützungen von der Stiftung der VR Bank und dem Botanischen Verein Berlin-Brandenburg e.V. erhalten.