Informationen zum Storchenjahr

 

Weißstorch – 2018 im Altkreis Templin

 

In diesem Jahr ist ein leichter Rückgang der Weißstorchbrutpaare im Altkreis Templin im Vergleich zu 2017 verzeichnen.

Dieser Rückgang kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen gibt es viele Gefahren auf den Zugwegen in das Winterquartier und auf der Rückreise in unsere Gebiete. Diese Gefahren bestehen durch Stromleitungen, Verfolgung und Jagd in den Gebieten, in denen die Störche überwintern. Aber auch Pestizideinsatz und die Dürrejahre in West- und Ostafrika führen zu Verlusten unter den Weißstörchen. Ein Teil der Störche kommt auch später bei uns an, wenn die Großwetterlage ungünstig ist. So kann fehlender Aufwind am Bosporus die Störche am Weiterflug hindern. Diesen Aufwind benötigen die Störche, um über die Meerenge zu kommen. Wenn Brutpaare zu spät in unserer Region ankommen, führt das auch zu Brutausfällen oder nicht mehr stattfindender Brut.

So ist zum Teil ein Rückgang der Anzahl der hier brütenden Störche zu erklären.

Wenn die Störche dann in ihren europäischen Brutgebieten ankommen, führen weitere Probleme zum Rückgang. Die Weißstörche müssen in der ersten Zeit ihre Jungen mit sehr viel Futter versorgen. Deshalb ist es notwendig, daß die Störche in relativer Nähe ihres Horstes Nahrungsflächen(z.B. feuchte Wiesen) finden. Da in unserer Landschaft die Anteile an Ackerflächen, Monokulturen, Entwässerungen usw. zunehmen, verringern sich die Flächen, auf denen die Störche Futter für Ihre Jungen finden. Auch werden zum Teil die Entfernungen der Futterflächen zum Horst größer. Die Störche brauchen länger, um die benötigte Menge an Futter zu finden und bis die Jungvögel gefüttert werden können. Es nützt nichts, Unmengen von Nisthilfen aufzustellen, wenn nicht ausreichend Futterflächen zur Verfügung stehen. So kommt es, daß weniger Weißstorchpaare brüten und oft auch weniger Jungvögel groß werden.

 

Im Altkreis Templin sah es in diesem Jahr trotzdem noch günstiger aus als in anderen Landkreisen.

Die vorrangig trockene Periode von April bis August hatte offenbar keinen großen Einfluß auf die

Futterversorgung der Jungvögel. Trotz der Dürre waren im Altkreis Templin noch genügend feuchte Stellen und Areale vorhanden. Ebenso trockneten viele Kleingewässer nicht aus.

 

Von 65 Horsten im Altkreis Templin waren 40 Horste mit Weißstorchpaaren besetzt. Diese Anzahl war im Vergleich zu 2017 etwas geringer, jedoch im Mittelwert 1992 - 2017 leicht angestiegen. Von diesen 40 Horstpaaren zogen 34 Paare Junge auf.

Betrachtet man die Werte zum Vorjahr und zu den Mittelwerten 1992 - 2017, ist das Storchenjahr im Altkreis Templin im Bezug von Weißstorchpaaren mit Jungen  und der Jungenanzahl als gut einzuschätzen.

Wenn auch vermutlich zu wenige Regenwürmer in der ersten Zeit der Aufzucht zur Verfügung standen, konnten die Störche ausreichend Insekten, besonders Großinsekten, für ihre Jungen finden. Es konnten fast alle geschlüpften Jungvögel (nur 3 tote Jungvögel) aufgezogen werden. Mit zunehmender Zeit während der Aufzucht konnten offensichtlich Feldmäuse, Reptilien u.ä. in benötigter Menge verfüttert werden.

Das führte zu einer relativ hohen Anzahl von Jungstörchen. So konnten 14 Paare jeweils drei Junge, 7 Paare vier Junge und sogar ein Paar fünf Junge großziehen.

In Funkenhagen und in Berkenlatten auf dem Gelände der Straußenfarm siedelten sich zwei neue Weißstorchpaare an. Sie zogen jeweils ein und zwei Junge auf.

Es zeigt sich, im Rückblick auf das vergangene Jahr, daß langanhaltender oder starker Regen in der Aufzuchtzeit zu starken Brutverlusten führen kann. Dann ertrinken eventuell kleine Jungvögel im Nest. Oder sie „verklammen“, wenn sie durch den Regen zu lange durchfeuchtet werden. Im Gegensatz dazu sind trockene Zeiten und hohe Temperaturen nicht so gefährlich. Vorausgesetzt es stehen trotzdem noch feuchte Flächen und nicht ausgetrocknete Kleingewässer zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berkenlatten, Straußenfarm

Horstmast steht schon länger, dieses Jahr Erstbrut!

Boisterfelde

vor Ankunft der Weißstörche begann eine Stockente mit ihrer Brut (9 juv.) im Storchenhorst.

Funkenhagen

Erstbesetzung ! // 7.8. -> Juv.  auf dem Horst und werden noch gefüttert; sind aber offensichtlich kurz vorm Ausfliegen.

Fürstenau

5 Jungstörche auf dem Nest

Götschendorf

vor Ankunft der Weißstörche begann eine Stockente mit ihrer Brut (7 juv.) im Storchenhorst.

Groß Fredenwalde

Der im Sommer bei einem Sturm von der Kirche abgestürzte Weißstorchhorst wurde durch den Dachdeckermeister und viele Helfer Ende März wieder auf dem Kirchturm installiert.

28.3.2018 - 1 Weißstorchpaar bezieht den wieder hergestellten Horst auf der Kirche. Nach 12 Tagen fehlte ein Partner. Das andere Ex blieb am Horst. Keine Brut

Hammelspring

1 juv wurde aus dem Nest geworfen

Hardenbeck

1 juv wurde aus dem Nest geworfen

Milmersdorf

6.4.2018 Ankunft eines Weißstorches. Es ist der angestammte Storch - Kennzeichnung mit dem Ring  bestätigt dieses. Nahm Nahrung bei dem Pflegstorch von I.Börner an und stand dann auf dem Horst und putzte sich.

Neu Placht

Anwohner bieten täglich Fische als Zufutter an.