Was haben wir gemacht
Im Rahmen eines Jugendferiencamps (Young Panda, 43 Teilnehmer, 8-12 Jahre alt, gemeinsam mit Kindern aus der Naju Templin, Jugendorganisation des Naturschutzbundes Deutschland e.V., Regionalverband Templin)
war ein Arbeitseinsatz für die Natur geplant. Der Boitzenburger Strom, Hauptgewässer im gleichnamigen Naturschutzgebiet, ist einer
der wenigen Bäche Norddeutschlands, der sich auf weiten Strecken eine weitgehend natürliche Gewässerstruktur, Abflussdynamik und
biologische Ausstattung erhalten konnte. Er ist ein Kernstück des Brandenburger Fließgewässerverbundsystems und auf fast 20 km Länge
ein ausgezeichnetes Beispiel für einen intakten Fließgewässerlebensraum.
Das Gewässer war bis Ende der 80er Jahre durch Mühlennutzung in seiner Durchgängigkeit stark beeinträchtigt. Durch Umbaumaßnahmen
der vergangenen zwanzig Jahre konnte die Durchgängigkeit an einigen Stellen wieder hergestellt werden. So wurde der Mühlenstau
an der Thiesorter Mühle in den Jahren 1996/97 in eine Sohlgleite umgebaut. Oberhalb dieser Sohlgleite wurde im Rahmen des hier
beantragten Projektes durch die Kindern verschiedene Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Gewässerstruktur durchgeführt:
* Kennenlernen des Ökosystems Gewässers und gemeinsames Erarbeiten der geplanten Maßnahmen
* Einbau von 4 Störstellen aus ausschlagfähigen und nicht ausschlagfähigen Ästen und Zweigen (ingenieurbiologische Bauweise) zur Dynamisierung des Stromstrichs und zur Anreicherung der Gewässerstrukturen
* Einbringen von Kies als Laichhabitat für Bachforellen und Bachneunaugen
* Anheben des Wasserstandes zur Unterstützung des Wasserrückhaltes in der Aue und besseren Wasserversorgung des angrenzenden Erlenbruchwaldes
* Bau von Fischunterständen (Versteckmöglichkeiten) aus Holz und überhängenden Weidenästen zur Habitatanreicherung im Gewässer
* Gestaltung von Plakaten für eine kleine Ausstellung
Teil der Maßnahmen war auch eine Nachbereitung des Arbeitseinsatzes mit den Kindern in Form der Erstellung von Plakaten und eines
Faltblattes, die im Templiner Gymnasium, im Naturkundemuseum (Berliner Tor) Templin und in den Räumen des Naturparkes
Uckermärische Seen ausgestellt werden.
Das Projekt wurde in Kooperation mit folgenden Organisationen durchgeführt:
Michael-Otto-Stiftung (Finanzierung der Materialien und der Öffentlichkeitsarbeit in Höhe von 3.500 Euro)
Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft e.V.
Naturschutzbund Deutschland e.V., Regionalverband Templin und naju Templin
WWF Deutschland, Jugendorganisation Young Panda
Naturwacht Brandenburg, Wasser- und Bodenverband Uckerseeen
Büro für Ingenieurbiologie und Wasserbau